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"Hilflos Gegen Gewalt" - Leserbrief in der BZ, Sept. 2003
Als wir am vergangenen Sonntag um 04.30 Uhr einen Anruf von unserem Sohn erhielten, ihn im Tiefenauspital abzuholen, dachten wir zuerst an einen Verkehrsunfall. Es war aber kein Verkehrsunfall, sondern es war Gewalt im Spiel. Unser 24-jähriger Sohn war mit Kollegen am Pub-Festival in Bern. Als er um 4 Uhr früh zusammen mit seinen beiden Kollegen das Festival verliess, wurde er unerwartet von hinten gepackt. Als er am Boden lag, wurde er von 3 bis 5 Jugendlichen aus Ex-Jugoslawien mit Händen und Füssen traktiert. Ohne Grund, dafür gibt es Zeugen. Ein Kollege, der ihm helfen wollten, wurde ebenfalls mit mehreren Boxhieben auf die Seite geschoben. Die Sicherheitsleute des Pub-Festivals haben trotz Alarmierung nicht eingegriffen. Unser Sohn konnte dann blutüberströmt in sein Auto flüchten, wo er von fremden Leuten angesprochen wurde. Diese haben die Ambulanz alarmiert. Herzlichen Dank! Neben einer leichten Hirnerschütterung waren Ohren, Nase, Augen und Kiefer in Mitleidenschaft gezogen.
Von meinen Söhnen weiss ich, dass viele Jugendliche Angst vor dem bandenmässigen Auftreten von Unruhestiftern aus den Balkanländern haben. Dass die Polizei nicht überall präsent sein kann, ist verständlich. Doch sollten wir Bürger wieder mehr hinschauen und helfen oder aber sofort die nötigen Instanzen alarmieren. Es wäre enorm wichtig, wenn diesen Gruppen das Handwerk gelegt werden könnte und sie auch sprechend verurteilt würden. Die Gesetze dazu gibt es, aber sie sollten auch rigoros angewendet werden. Leider gibt es immer noch viel zu viele Institutionen und Personen, die der Meinung sind, mit Integration und gutem Zureden sei das Problem zu lösen. Diese Personen wollen gar nicht inte griert werden. Solche Vorfälle - und ich kann mir vorstellen, dass die Dunkelziffer hoch ist - schüren den Hass unserer Jugend und auch von uns Erwachsenen gegen eine gewisse Gruppe von Ausländern. Das schadet leider auch jenen Ausländern, die sich problemlos integriert haben. Es ist nicht das erste Mal, dass es unsere Familie trifft. Vor ein paar Jahren wurde mein Mann ebenfalls von einer Bande jugendlicher Ausländer spitalreif geschlagen, nur weil er diese in der RBS aufgefordert hatte, im Nichtraucher-Abteil nicht zu rauchen. Wir wollen und dürfen dies nicht weiter dulden!
ERIKA WYSSMANN
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